Bestell-Nr. 1830
Straßennamenschild "Berlin"


Bausatz 1:87 (H0)
4 Stück, Ätz- und Gußteile,
Die Beschriftung enthält bekannte Straßennamen entlang der Berliner Stadtbahn und verschiedener
Bahnhöfe

€  17,00

Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurden nicht nur die Hausnummernschilder eingeführt, sondern auch die Straßen durch Namensschilder kenntlich gemacht. Die Namen waren mit weißen deutschen Buchstaben auf hellblaue Blechschilder gemalt und an den Eckhäusern in ca. 4 m Höhe angebracht.

1865 wurde die Beschilderung in weiße Antiqua-Großbuchstaben auf dunkelblauem Grund geändert. 1885 wurde die Schreibweise in Groß- und Kleinbuchstaben geändert.

Es war Charlottenburg, das 1891 die damals unerhörte Neuerung einführte, die Straßennamensschilder mit verzierten Halterungen an den Laternen an den Straßenecken zu befestigen. In dieser Form sind die Charlottenburger Straßennamensschilder mit leicht verändertem Schilderhalter bis lange nach dem 2. Weltkrieg erhalten geblieben.

1904 beschloss die Stadt Berlin, “die Namenstafeln an Gaskandelabern oder eigens dazu gefertigten schmiedeeisernen Pfosten anzubringen”. Die Vororte rings um Berlin übernahmen nach und nach das System der Straßenbeschilderung nach Berliner Muster.

Die Vielfalt der Schildertypen wurde durch die Bildung der Einheitsgemeinde Berlin 1920 beendet. 1934/35 wurde die “undeutsche” Antiquaschrift gegen die “deutsche” Frakturschrift ausgetauscht, diese verschwand nach 1945 aber wieder.